Deutschland-Wetter -  Eisregen und Schnee in NRW - debbiebissett.com

Auch die Regionalbahnen zwischen Münster und Recklinghausen und die S-Bahnen zwischen Dortmund und Hagen konnten wegen einer Oberleitungsstörung nicht mehr fahren oder mussten umgeleitet werden.

Tagsüber geht es mit Dauerfrost bei bis zu minus 8 Grad weiter. Anders als im Norden Brandenburgs, der schneefrei bleiben soll, kann es vor allem im Süden der Region und Berlin immer wieder schneien. Windböen, teils stürmische Böen mit Schneeverwehungen sind demnach nicht auszuschließen. Die Nacht zum Montag wird zwar wieder etwas ruhiger, aber mit Temperaturen zwischen minus 8 und minus 12 Grad noch eisiger als die Nächte davor.

Nach dem Schneesturm kommt eine Kältewelle auf Deutschland zu. Tief "Tristan" über Mitteleuropa und dem zentralen Mittelmeer sorgt im Zusammenspiel mit Hoch "Gisela" über Skandinavien weiterhin für eisiges Winterwetter hierzulande mit bis zu minus 20 Grad nachts. "Nach dem schnee- und windreichen Wochenende kommt nun aus Osten die große Kälte auf uns zu", sagte Meteorologe Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach am Sonntag.

Heftige Schneefälle führten in Thüringen vielerorts zu Unfällen auf glatten Straßen. Die Polizeidienststellen registrierten zunächst keine größeren Probleme.

Wegen starken Schneefalls ist der Lastwagenverkehr auf den Autobahnen in Osthessen in der Nacht zum Sonntag zeitweise zum Erliegen gekommen. Mehr als 55 Sattelzüge hätten aufgrund der glatten Fahrbahn und ihres Gewichts die Steigungen nicht überwinden können, teilte die Polizei in Bad Hersfeld am Sonntag mit.

Das zu Köln gehörende Örtchen Kasselberg ist durch das Rhein-Hochwasser bereits zur Insel geworden. Die Stadt richtete einen Fährverkehr ein. Für die Anwohner sei das im Moment die einzige Möglichkeit, den Ort zu erreichen oder zu verlassen. Seit Tagen sind in Kasselberg Stege aufgebaut, weil die Straßen überflutet sind.

Die Polizei ist zurzeit auch im Sondereinsatz für Obdachlose: In Nordrhein-Westfalen haben die Einsatzkräfte über Nacht Obdachlose angesprochen und in warme Unterkünfte gebracht, wie die Polizei mitteilte. Die Polizei Unna appellierte an die Bevölkerung, Einsatzkräfte über die 112 oder 110 zu informieren, sollten ihnen hilfsbedürftige Menschen auffallen. (Mehr dazu lesen Sie hier.) 

Die Nacht auf Sonntag bringt im Süden 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee. Im Norden soll es zwischen fünf und 10 Zentimeter Schnee geben. Ein stürmischer Ostwind führt vermehrt zu starken Schneeverwehungen auch in tieferen Lagen. Die Temperaturen sinken weiter mit Tiefstwerten zwischen minus 4 und minus 8 Grad.

Die Deutsche Bahn hat angesichts des angekündigten Winterwetters vor Zugausfällen und Verspätungen im Norden Deutschlands am Wochenende gewarnt. Ab Samstagmittag seien Auswirkungen des angekündigten starken Schneefalls auf das Bahnnetz möglich, hieß es am Freitag auf der Internetseite des Unternehmens. Die Warnung gilt bis einschließlich Sonntag. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigte für das Wochenende starken Schneefall und Glatteis vom Münsterland bis nach Brandenburg an.

Menschen in Münster sollten sich wegen des heftigen Wintereinbruchs vor Dachlawinen in Acht nehmen. Polizei und Feuerwehr warnten am Sonntag davor. Wenn es frostig sei und sich alles auf dem Dach sammele, könne das gefährlich werden, sagte eine Sprecherin der Polizei am Morgen. Bislang gebe es jedoch noch keine aktuellen Einsätze dazu.

Der große Wintereinbruch hat Teile Deutschlands in der Nacht zum Sonntag erfasst, ist aber zunächst hinter den Befürchtungen der Rettungsdienste und Meteorologen zurückgeblieben. Der erste Eisregen fiel bereits am Samstagabend in Teilen Nordrhein-Westfalens und sorgte für spiegelglatte Straßen.

Die Warnstufe für das Gebiet sei angebracht, sagt t-online-Wetterexpertin Michaela Koschak. In den Gebieten sei starker, lang anhaltender Schneefall zu erwarten. Auch in Sachsen könne bis zu 30 Zentimeter Neuschnee fallen. Problematisch sei, dass der Schnee pulvrig falle und leicht verweht werde. "Es kann zu Schneewehen kommen, die bis zu einem Meter hoch werden", so Koschak. Für Gebiete in NRW und Hessen, die weiter südlicher anschließen, warnt die Wetterexpertin vor extremem Glatteis: "Ab heute Abend wird der Eisregen dort vermutlich über Stunden fallen." Der plötzliche Eisregen könne im schlimmsten Fall zu brechenden Bäumen und Strommästen führen.

Die erwarteten starken Schneefälle haben in der Nacht auf Sonntag Niedersachsen erreicht. Als erstes schneite es wie erwartet heftig im Süden um Göttingen, aber auch aus Hannover und Osnabrück meldete die Polizei nach Mitternacht Schneefall. Um Lüneburg und Salzwedel gibt es ebenfalls starke Schneefälle. In Hessen soll es in der Nacht gefrierenden Regen gegeben haben. An der Nordseeküste wurden Sturmböen bis zu 80km/h gemessen. Der starke Wind kann zu Schneeverwehungen beitragen.

Der Sonntag bleibt ähnlich kalt bei Temperaturen bis minus 8 Grad. Dazu schneit es den ganzen Tag. Es kann südlich der Altmark erneut mit bis zu 15 Zentimetern Pulverschnee und starken Schneeverwehungen gerechnet werden. Zur neuen Woche lässt der Schneefall etwas nach. Es bleibe aber generell winterlich bei dauerfrostigen Temperaturen, hieß es.

Ebenfalls von den Anpassungen betroffen ist die Verbindung zwischen Hamburg und Rostock/Stralsund/Binz. Hier wird der Fahrplan laut Deutscher Bahn am Wochenende stark ausgedünnt. Es verkehren nur einzelne Intercity-Züge. Betroffene Fahrgäste können gebuchte Tickets entweder bis zu sieben Tage nach Störungsende flexibel nutzen oder kostenfrei stornieren. Mehr dazu lesen Sie hier.

Seit Samstagnachmittag sei es zu bislang 222 Unfällen aufgrund des Wetters gekommen, sagte ein Sprecher der Landesleitstelle der Polizei am frühen Sonntagmorgen. Dabei seien zwei Menschen schwer und 26 leicht verletzt worden. Der Sachschaden belaufe sich auf etwa eine Million Euro. Der "WDR" hatte zuvor berichtet.

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Reisende sollten sich vor der Abfahrt auf jeden Fall informieren, ob ihr Zug fährt - entweder im Internet, in der Bahn-App oder unter der extra eingerichteten Hotline 08000 996633. Die Bahn hatte bereits im Vorfeld gewarnt, dass der erwartete Wintereinbruch zu Einschränkungen im Schienenverkehr führen könne. Die Menschen sollten sich an die Empfehlung des Deutschen Wetterdienstes halten und wenn möglich zu Hause bleiben, sagte eine Sprecherin.

Wegen des erwarteten heftigen Wintereinbruchs in Teilen Deutschlands hat die Bahn in mehreren Städten Übernachtungsmöglichkeiten für gestrandete Reisende organisiert. Auf diese Weise sei man etwa in Hamburg, Hannover, Münster, Kassel und Leipzig vorbereitet, falls Kunden ihr Reiseziel mit dem Zug nicht mehr erreichen könnten, sagte eine Sprecherin am Samstagabend. Auch das Servicepersonal an den Bahnhöfen sei verstärkt worden. Außerdem wolle man Reisenden mit Taxigutscheinen helfen, ihr Ziel womöglich doch noch zu erreichen.